Mittwoch, 3. Juli 2019

Franz Kafkas geheimnisvolles Leben


Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag geboren. Sein Schreibstil: Unvergleichlich; unerreicht. Was würde manch Leser wohl dafür geben, die Dinge lesen zu können, die er leider selbst vernichtet hat. Gut, dass Max Brod Kafkas Wunsch, nach seinem Tod die unveröffentlichten Manuskripte zu vernichten, ignorierte.

Eine seiner größten Leistungen: Franz Kafka hat sein geheimnisvolles Leben in Literatur verwandelt und dabei eine eigene Welt erschaffen: Kafkas Welt. Sie zeigt den Aufbruch in die Moderne. Wegweiser

In Form einer Parabel auf die Existenzsituation des Menschen der Moderne schildert Kafka, wie eine anonyme Macht – das Schloss – die Sehnsucht des Menschen nach Wahrheit und Sinn manipuliert, den Suchenden bannt, unterdrückt und vernichtet.

In höherem Maß als »Der Prozess« verweigert sich »Das Schloss« eindeutigen Interpretationsversuchen. Es bleibt daher Geheimnis.


Franz Kafka

Das letzte, von Januar bis September 1922 entstandene Romanfragment von Franz Kafka greift das in Der Prozess entworfene Thema der unendlichen, letztlich scheiternden Suche des Individuums nach Erkenntnis auf. In Form einer Parabel auf die Existenzsituation des Menschen der Moderne schildert Kafka, wie eine anonyme Macht – das Schloss – die Sehnsucht des Menschen nach Wahrheit und Sinn manipuliert, den Suchenden bannt, unterdrückt und vernichtet.

K.s Versuche, ins Schloss zu gelangen, führen ihn stets kreisförmig an den Ausgangspunkt zurück; aussichtsreiche Gespräche enden, ohne dass K. Aufklärung erhalten hätte. Die Sehnsüchte K.s und der Dorfbewohner kreisen um das Schloss, werden jedoch immer wieder enttäuscht.


"Es gibt Bücher, durch welche man alles erfährt
und doch zuletzt von der Sache nichts begreift."


Johann Wolfgang von Goethe

Jeder Mensch trägt ein Zimmer in sich. Diese Tatsache kann man sogar durch das Gehör nachprüfen. Wenn einer schnell geht und man hinhorcht, etwa in der Nacht wenn alles ringsherum still ist, so hört man z. B. das Scheppern eines nicht genug befestigten Wandspiegels.

Literatur:

Franz Kafka: Leben und Werk
Franz Kafka: Leben und Werk
von Thomas Anz


Das Schloss Rezension
vn Joachim Weiser

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