Freitag, 26. Dezember 2014

Alejo Carpentier 110. Geburtstag

Alejo Carpentier

Alejo Carpentier wurde vor 110 Jahren am 26. Dezember 1904 in Havanna als Sohn eines französischen Architekten und einer Russin geboren. Carpentier war ein kubanisch-französischer Schriftsteller.

Zweisprachig mit Französisch und Spanisch erzogen, ging er in Havanna und Paris zur Schule, studierte Architektur, Literatur und Musikwissenschaften. Er war Mitarbeiter und Herausgeber verschiedener Zeitungen und Zeitschriften, organisierte sich in der Opposition und kam 1927 wegen rebellischer Aktivitäten für ein halbes Jahr ins Gefängnis.

Kurze Zeit später ging Carpentier für 11 Jahre ins Exil nach Paris, wo er als Musikkritiker, Komponist und Journalist arbeitete. Das Exil machte ihn mit aktuellen Strömungen, vor allem mit dem Surrealismus, und mit vielen spanischen und lateinamerikanischen Schriftstellern vertraut und sensibilisierte ihn für seine lateinamerikanischen Wurzeln. Das Aufeinanderprallen von moderner Zivilisation und mythischen Kulturen Lateinamerikas bestimmte schon seinen ersten, dokumentarischen Roman »Ecué-Yamba-O!« aus dem Jahr 1933.

Von 1939 an lebte Carpentier wieder in Havanna. Er fand schnell Anschluß an die intellektuellen Kreise, lehrte als Professor für Musikwissenschaft an der Universität, schrieb Zeitungsbeiträge und arbeitete für eine staatliche Rundfunkanstalt. 1945 floh er vor dem Terror der Batista-Diktatur ins venezolanische Exil nach Caracas, wo ihm eine gut bezahlte Stelle bei einer Werbeagentur finanzielle Unabhängigkeit sicherte; gleichzeitig hatte er den Lehrstuhl für Kulturgeschichte an der dortigen Kunsthochschule inne. Die Eindrücke und Erfahrungen einer Haiti-Reise verarbeitete er in dem Roman »El reino de este mundo« aus dem Jahr 1949 (dt. »Das Reich von dieser Welt«, 1964) über den Aufstand der Haitianer gegen die französischen Unterdrücker in Napoleonischer Zeit.

Zu einem Manifest lateinamerikanischer Kultur wurde das Vorwort zu diesem Buch, in dem Carpentier sein Konzept des »Wunderbar Wirklichen« darlegte. Mit La música en Cuba von 1946 machte er sich einen Namen als einer der führenden Musikwissenschaftler Lateinamerikas. Musik spielte in seinem Leben und in seinen Büchern eine große Rolle, so in den Romanen »Los pasos perdidos« von 1953 (»Die verlorenen Spuren«) 1982 und »El acoso« von 1956, »Finale auf Kuba«, 1960, »Hetzjagd«, 1989.

In den 1950er Jahren gehörte Carpentier schon zu den bekanntesten Schriftstellern Lateinamerikas. Nach Castros Sieg kehrte er 1959 nach Kuba zurück, wo ihm viele hohe Ämter übertragen wurden. Er war außerdem Professor für Literatur an der Universität Havanna und von 1967 an Leiter des Staatsverlages. 1962 erschien der historische Roman El siglo de las luces (»Explosion in der Kathedrale«), 1964 über die Folgen der französischen Revolution auf Kuba.

Von 1966 an lebte Carpentier als Kulturattaché der kubanischen Regierung in Paris. 1974 erschienen der Roman »El recurso del método«, (»Staatsraison«) aus dem Jahr 1976. »Die Methode der Macht« 1989 - eine sarkastische Charakterisierung eines lateinamerikanischen Diktators - und die Novelle »Concierto barroco« (»Barockkonzert«) aus dem Jahr 1976. »La consagración de la primavera« von 1978 (»Le Sacre du Printemps«) aus dem Jahr 1993 gilt als eine Bilanz des 20. Jahrhunderts und trägt deutlich autobiographische Züge. 1979 erschien sein letztes Buch »El arpa y la sombra« (»Die Harfe und der Schatten«) aus dem Jahr 1979.

Carpentier war ein enzyklopädisch gebildeter Autor, dessen Werk als monumentales literarisches Geschichtsfresko Lateinamerikas bezeichnet wird. Es ist bestimmt von einer engagierten Verbindung von Literatur, Politik und Geschichte und dem Bekenntnis zur menschlichen und gesellschaftlichen Freiheit. Carpentier hat mit seinem Konzept des »Wunderbar Wirklichen« die Heterogenität lateinamerikanischer Kulturen in einer Konstante zusammengefaßt und den Weg geebnet für eine künstlerische und kulturelle Selbstbestimmung Lateinamerikas. 1977 wurde Alejo Carpentier mit dem Cervantes-Preis ausgezeichnet.

Alejo Carpentier starb am 24. April 1980 in Paris. Das Grab von Alejo Carpentier auf dem Friedhof »Cementerio de Colón« in Havanna.


Weblinks:

Das Reich von dieser Welt
Das Reich von dieser Welt
von Alejo Carpentier

Das Reich von dieser Welt
Das Reich von dieser Welt
von Alejo Carpentier

»Warten auf Godot« von Samuel Beckett

Samuel Beckett

»Warten auf Godot« ist ein Theaterstück in zwei Akten von Samuel Beckett, das im Herbst 1948 begonnen, Anfang 1949 fertiggestellt und schließlich im Jahr 1952 publiziert wurde. Das Stück bietet Absurdität im Gewand der Weltliteratur. Zentrale Motive sind die Suche nach dem Sinn und das (vergebliche) Warten.



Becketts »Godot« ist ein Theaterstück über zwei Männer names Estragon und Wladimir, die sich unter einem großen Baum treffen und auf Godot warten. Dessen Kommen soll ihrer Existenz und damit auch dem Stück Sinn bringen.

Dabei philosophieren sie über Gott und die Welt und das Dasein. Hinzu gesellen sich im Laufe der Handlung zwei Männer, der eine heißt Lucky und der andere Pozzo, die das ohnehin absurde Stück noch mehr <i>ad absurdum</i> treiben.


Beim »Warten auf Godot« ist der Trübsinn Programm und doch lebt das Stück vom Zeitvertreib, auch wenn die »Frage des Wann?« zur inneren Eskalation führt. Absurd, so absurd, dass "Ratten zu töten, nichts anderes bedeutet, als sie vor dem Tod zu bewahren."

Samuel Becketts Stück stammt aus dem Jahr 1952.
Nachdem Beckett lange vergeblich nach einer Aufführungsmöglichkeit gesucht hatte, wurde es schließlich am 5. Januar 1953 vom »Théâtre de Babylone« in Paris uraufgeführt.

Weblink:

Warten auf Godot. Endspiel. Glückliche Tage: Drei Stücke
Warten auf Godot. Endspiel. Glückliche Tage: Drei Stücke
von Samuel Beckett




Montag, 22. Dezember 2014

Samuel Beckett 25. Todestag

Samuel Beckett

Samuel Beckett starb am 22. Dezember 1989 in Paris. Er zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts und erhielt 1969 den Literaturnobelpreis.

Er gilt neben James Joyce und Franz Kafka als einer der bedeutendsten Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts. Geburt, Leben und Tod, die Grundmotive vieler Dichter in der europäischen Tradition, sind auch bestimmend für Becketts Werk.

Beckett ist dem breiten Publikum hauptsächlich durch seine Dramen, insbesondere sein Werk »Warten auf Godot« bekannt, verfasste aber auch Prosa und Lyrik.

Er war zwar ein irischer Schriftsteller, der aber als britischer Staatsbürger geboren wurde und ab 1937 ständig in Frankreich lebte.

Nach dem Abitur nahm er ein Romanistikstudiums am Dubliner Trinity College auf, an dem er später unterrichtete, bevor er sich auf europäische Wanderschaft begab.






Beckett war ein Schriftsteller auf der Suche nach Inspiration und besuchte in Deutschland Museen, Galerien und nahm Kontakt zu zeitgenössischen Künstlern und Kunstwissenschaftlern auf.

Er beobachtete dabei die Veränderungen durch das nationalsozialistische Regime und kommentierte dieses in seinen Tagebüchern »German Diaries« in scharfen Ton.

Warten auf Godot. Endspiel. Glückliche Tage: Drei Stücke

Warten auf Godot. Endspiel. Glückliche Tage: Drei Stücke

Hat das Leben einen Sinn? Die absurde, stumme Welt bleibt uns die Antwort auf diese Frage schuldig. Ebenso wenig scheint der Mensch dazu berufen, sein Leben mit Sinn zu füllen und nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Doch wo sonst lässt sich dieser Sinn suchen?

Sein zentrales Thema ist die Erkenntnis der Sinnlosigkeit menschlicher Existenz. Ein weiteres Thema, das Samuel Backett immer wieder beschäftigt hat: der Zweifel an der Größe und Vollkommenheit des Menschen.

Die Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit seiner immer kürzer, immer lakonischer werdenden Theatertexte sind nach wie vor Hürden vor dem Zugang zu seinem Werk.




Zu seinen bekanntesten Werken gehört »Warten auf Godot« und der Roman »Glückliche Tage«. »Warten auf Godot« ist eine Parabel für das vergebliche Hoffen und Warten auf Gott.

Samuel Beckett wurde am 13. April 1906 in Dublin geboren.

Weblinks:

Samuel Beckett-Biografie - Biografien-Portal www.die-biografien.de


Samuel Beckett-Zitate - Zitate-Portal www.die-zitate.de


Warten auf Godot. Endspiel. Glückliche Tage: Drei Stücke
Warten auf Godot. Endspiel. Glückliche Tage: Drei Stücke
von Samuel Beckett

Samstag, 20. Dezember 2014

»Die schönsten Weihnachtsgeschichten« von Peter Härtling

<center><a title="»Die schönsten Weihnachtsgeschichten«
von Peter Härtling (Herausgeber), Philip Waechter (Illustrator)" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3351040903/zitatenschatz-21" rel="nofollow" target="blank"><img alt="Die schönsten Weihnachtsgeschichten" src="http://images-eu.amazon.com/images/P//3351040903.03.TZZZZZZZ.jpg" width="75" border="0"/><br />Die schönsten Weihnachtsgeschichten</a></center>

Peter Härtling hat in diesem Buch seine persönliche Weihnachtsbibliothek zusammengestellt. Entstanden ist ein großes Hausbuch, das – quer durch alle Epochen – einen Schatz an Weihnachtsgeschichten zwischen seinen Buchdeckeln aufbewahrt.

Peter Härtling hat besonderen Wert darauf gelegt, dass die Sammlung für jeden etwas bereithält: den Vorleser, den Zuhörer, kleine und große Leser, damit das Selberlesen und vor allem auch das gemeinsame Lesen zur Weihnachtszeit zu einem stimmungsvollen Moment werden kann. Philip Waechter begleitet die Texte mit seinen warmen und humorvollen Illustrationen.

»Die schönsten Weihnachtsgeschichten« beinhalten Geschichten von Hans Christian Andersen, Hans Fallada, James Krüss, Astrid Lindgren, Janosch, J. R. R. Tolkien, Paul Maar, Elke Heidenreich, Erwin Strittmatter, Gerhard Polt, Otfried Preußler, Agatha Christie, Wilhelm Busch, Robert Gernhardt, Cornelia Funke, Erich Kästner, Christine Nöstlinger, Michael Ende u. v. a.

Weblink:

<a title="»Die schönsten Weihnachtsgeschichten«
von Peter Härtling (Herausgeber), Philip Waechter (Illustrator)" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3351040903/zitatenschatz-21" rel="nofollow" target="blank"><img alt="Die schönsten Weihnachtsgeschichten" src="http://images-eu.amazon.com/images/P//3351040903.03.TZZZZZZZ.jpg" width="60" border="0"/><br />Die schönsten Weihnachtsgeschichten</a> von Peter Härtling (Herausgeber), Philip Waechter (Illustrator)

Samstag, 13. Dezember 2014

»Es ist ein Has' entsprungen« von Robert Gernhardt und Bernd Eilert

<center><a title="Es ist ein Has' entsprungen: Und andere Geschichten zum Fest von Robert Gernhardt und Bernd Eilert" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3596165164/zitatenschatz-21" rel="nofollow" target="blank"><img alt="Es ist ein Has' entsprungen: Und andere Geschichten zum Fest" src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3596165164.03.TZZZZZZZ.jpg" width="70" border="0"/><br />Es ist ein Has' entsprungen: <br />Und andere Geschichten zum Fest</a></center>

Alles, was man zum Fest braucht ist eine Legende, eine Predigt und die Geschichte vom Weihnachtshasen. Heraus kommt eine Erzählung mit unkonventionellen Weihnachtsbetrachtungen.

Warum feiern wir überhaupt Weihnachten? Was sagt uns die Weihnachtsgeschichte? Und was muß man wissen beim Besuch des Weihnachtsgottesdienstes? In Szenen, Gedichten und Berichten geben die Autoren des legendären Weihnachtsspiels <i>»Erna, der Baum nadelt«</i> Antwort auf diese und andere Fragen, die auch Sie sich zum Fest stellen werden.

In den Geschichten verstehen es die Autoren, in liebevoller kritischer Distanz der weihnachtlichen Botschaft und den christlichen sowie kirchlichen Bräuchen auf die Finger zu schauen. Lesenswert für Kirchenmenschen, die Humor haben und sich für eine Sicht von außen interessieren.

Die Weihnachtspredigt hat vorbildlichen Charakter für jeden Prediger. Die Tipps für Seltengänger zeigt, wie fremd den Menschen heute der Gottesdienst geworden ist.

Weblink:

<a title="Es ist ein Has' entsprungen: Und andere Geschichten zum Fest von Robert Gernhardt und Bernd Eilert" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3596165164/zitatenschatz-21" rel="nofollow" target="blank"><img alt="Es ist ein Has' entsprungen: Und andere Geschichten zum Fest" src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3596165164.03.TZZZZZZZ.jpg" width="60" border="0"/><br />Es ist ein Has' entsprungen: Und andere Geschichten zum Fest</a>
von Robert Gernhardt und Bernd Eilert

Mittwoch, 10. Dezember 2014

»Herkunft« von Botho Strauß

Botho Strauß, 1944 in Naumburg an der Saale geboren, erzählt in seinem Erinnerungsbuch <a title="Herkunft von Botho Strauß" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3446246762/zitatenschatz-21" rel="nofollow" target="blank">»Herkunft«</a>, wovon er noch nie erzählt hat: von seiner Kindheit und Jugend in den 40er und 50er Jahren, von Naumburg und Bad Ems, den Orten, in denen er aufgewachsen ist, von seinen frühen, prägenden Erinnerungen.

Mit diesem Buch findet er noch einmal zu einer ganz neuen Seite seines Schreibens: zum Ton des Erinnerns, der Vergewisserung über die eigenen Ursprünge. Die Jugend ist die Zeit, da die Zukunft einem noch bevorsteht; jetzt lässt Strauß eine lang zurückliegende Gegenwart wiedererstehen.

Seine Kindheitsschilderungen in den 1940er und 1950er Jahren, seine Darstellung von Naumburg und Bad Ems mit den vielen Details, ohne sich hierbei zu verlieren und vor allem seine frühen, prägenden Erinnerungen mit dem Vater und der Mutter sind hier in sprachlich sehr hoher Qualität verfassst. Vor allem ist es der Vater, dessen Bild immer deutlicher hervortritt, liebevoll gezeichnet, doch ohne Selbsttäuschung.

Es ist das Bleibende und das Scheidende, welches dieser so hochgradig konzentrierte Roman von Botho Strauß wirkungsvoll beschreibt, ohne hierbei in Melancholie zu verfallen. »Herkunft« von Botho Strauß ist unendlich mehr als eine Erinnerung an den Vater und die eigene Kindheit. Dieses Buch ist ein dichtes, ein lebenskluges und weises Buch über das Erinnern. Botho Strauß‘ »Herkunft« ist das konzentrierte, reiche Werk eines großen Erzählers aus Deutschland.

Weblink:

<a title="Herkunft von Botho Strauß" href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3446246762/zitatenschatz-21" rel="nofollow" target="blank"><img alt="Herkunft" src="http://images-eu.amazon.com/images/P/3446246762.03.TZZZZZZZ.jpg" width="60" border="0"/><br />Herkunft</a> - Roman von Botho Strauß

Samstag, 6. Dezember 2014

»Die Schatzinsel« von Robert Louis Stevenson

<center><img title="»Die Schatzinsel« von Robert Louis Stevenson" src="https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQb4MbusIJ6BCaril2cyEatrN6gqK8ozCNprlrZWMIGMXyT8V2ooQ" width="150" alt="Robert Louis Stevenson"/></center>

Als Robert Louis Stevenson war dreißig Jahre alt war, hatte er die Idee zu der Geschichte, die ihm Weltruhm einbringen sollte. »Die Schatzinsel« (engl. »Treasure Island«) ist der bekannteste Roman des schottischen Autors Robert Louis Stevenson. Er erzählt von der hindernisreichen Suche nach einem vergrabenen Piratenschatz – einem beliebten Thema von Abenteuerromane. Die englische Erstausgabe in Buchform erschien vor 130 Jahren im Jahr 1883 in London.

<center><img src="https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT3NST9UABVWT2NdRm1wp1DyRv7TI_E4UwPgk8f0OVu0T7fK7INGw" alt="Die Schatzinsel"/></center>

<!-- Stevenson war dreißig Jahre alt, als er die Idee zu der Geschichte hatte, die ihm Weltruhm einbringen sollte. Die Inspiration kam von einer Karte, die er während eines Urlaubs für seinen Sohn zeichnete.--> Stevenson wurde durch eine geheimnisvolle Schatzkarte in Gestalt einer Insel zu seinem Abenteuerroman inspiriert. Drei Tage später waren schon die ersten drei Kapitel fertig.  <!-- Die Gestalt dieser Insel befruchtete seine Phantasie außerordentlich. Da waren Hafenplätze, die mich entzückten wie Sonette, und im Bewußstsein einer Schicksalsbestimmung nannte ich mein Erzeugnis »Die Schatzinsel«. -->Durch Zufall gerät Jim Hawkins in den Besitz einer geheimnisvollen Karte, auf der die sagenhaften Schätze des Piratenkapitäns Flint verzeichnet sind. Gemeinsam mit seinen Freunden bricht Jim auf, die Schatzinsel zu finden. Doch auch einige Piraten aus Flints früherer Mannschaft sind hinter dem Schatz her, und der finstere Schiffskoch John Silver setzt alles daran, Jim aufzuhalten.
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Empfohlene Bücher »Die Schatzinsel«:
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Auf der Insel kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den meuternden Piraten. Mehrfach wechselt das Glück, durch die Initiative Jims obsiegt schließlich die Mannschaft um Kapitän Smollet und den Squire. Mit der Hilfe eines vor Jahren auf der Insel ausgesetzten Matrosen wird schließlich auch der Schatz gehoben. Die Piraten werden auf der Insel zurückgelassen, nur Silver als ihr Rädelsführer wird auf die Heimfahrt mitgenommen. Allerdings gelingt es diesem, mit einem Teil des Schatzes das Schiff heimlich zu verlassen. Jim kehrt als reicher Mann nach Hause zurück, wird aber von schrecklichen Alpträumen geplagt.

Dieses Werk ist ein Klassiker der Weltliteratur und aufgrund seiner spannenden Handlung und interessanten Charakterzeichnung für alle Liebhaber von Abenteuergeschichten aus der Piratenzeit lesenswert.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Robert Louis Stevenson 220. Todestag

<center><img title="Robert Louis Stevenson 220. Todestag" src="https://encrypted-tbn2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQb4MbusIJ6BCaril2cyEatrN6gqK8ozCNprlrZWMIGMXyT8V2ooQ" width="150" alt="Robert Louis Stevenson"/></center>

Robert Louis Stevenson starb im Alter von 44 Jahren am 3. Dezember 1894 auf der Südseeinsel Samoa an Tuberkulose. Stevenson war ein schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters. <!-- Er wurde nur 44 Jahre alt. -->

Er hinterlies ein umfangreiches Werk von Reiseerzählungen, Abenteuerliteratur und historischen Romanen sowie Lyrik und Essays. Bekannt geworden sind vor allem der Jugendbuchklassiker »Die Schatzinsel« und die Schauernovelle Der seltsame Fall des »Dr. Jekyll und Mr. Hyde«, die sich dem Phänomen der Persönlichkeitsspaltung widmet und als psychologischer Horrorroman gelesen werden kann. Einige Romane sind heute noch populär und verfilmt worden.

Robert Louis Stevenson hat ein umfangreiches Werk von Romanen, Novellen, Reisebeschreibungen, Theaterstücken, Gedichten, Essays und Briefen hinterlassen, die in neun verschiedenen Gesamtausgaben 10 bis 35 Bände umfassen. Schon die erste Gesamtausgabe, von seinem Freund Sidney Colvin herausgegeben, die „Edinburgh-Edition“ (1894–1898), umfasst 28 Bände.

Der Erstdruck von Stevensons populärstem Werk »Treasure Island« (»Die Schatzinsel«), ein Kinderbuchklassiker, erfolgte als Mehrteiler in der Zeitschrift »Young Folks« in der Zeit vom 1. Oktober 1881 bis 28. Januar 1882. Die englische Erstausgabe in Buchform erschien 1883 in London und war sein erster schriftstellerischer Erfolg. Eine ins Deutsche übersetzte Ausgabe erschien erstmals 1897. <!-- Ursprünglich sollte der Roman »The Sea Cook« heißen. -->

Schon früh begab sich der Schriftsteller auf Reisen: Zunächst durch Schottland, dann durch Europa und später durch die Welt. Im Sommer 1876 wanderte Stevenson durch Ayrshire und Galloway und unternahm mit seinem Freund Walter Grindlay Simpson eine Kanufahrt von Antwerpen bis zur Oise. Der Reisebericht darüber erschien 1878 unter dem Titel »An Inland Voyage«.

Weitere literarischen Erfolg feierte er mit unheimlichen Geschichten in der Nachfolge E. A. Poes. Seine Einkünfte erlaubten dem gebürtigen Schotten lebenslanges Reisen auf der Suche nach einem Klima, das bekömmlicher war als das heimische.

Nachdem er wegen seines Lungenleidens lange vergeblich ein Klima gesucht hatte, das seine Krankheit heilte, lebte er seit 1888 auf Samoa, wo er 1894 starb.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Marquis de Sade vor 200 Jahren

<center><img title="Marquis de Sade vor 200 Jahren" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f8/Sade_(van_Loo).png/220px-Sade_(van_Loo).png" height="" width="200" alt="Marquis de Sade"/></center>

Donatien-Alphonse-François de Sade, der als „Marquis de Sade“ bekannt wurde, war ein französischer Adeliger aus dem Haus Sade. Der berühmte Marquis starb am 2. Dezember 1814 in Charenton-Saint-Maurice bei Paris.

Er wurde bekannt dank einer Reihe pornographischer, kirchenfeindlicher und philosophischer Romane, die er während verschiedener Gefängnisaufenthalte schrieb. Sades Werke beeinflussten eine Reihe von wichtigen Bewegungen in Literatur und bildender Kunst und nahmen Freuds Prinzip von Eros und Thanatos um mehr als ein Jahrhundert vorweg. Von Sades Namen ist der Begriff Sadismus abgeleitet.

Sade, der die Schriftstellerei 1769 mit Reiseschilderungen begonnen hatte, intensivierte nach der Inhaftierung seine Tätigkeit als Autor. Obwohl Sade die Urheberschaft an vielen seiner Werke, mit Ausnahme der Theaterstücke und Reisebeschreibungen, bestritt, fanden vor allem die Romane Justine und Juliette in Form von Raubdrucken weite Verbreitung und wurden immer wieder mit ihm in Verbindung gebracht.

Der Marquise der Sade war ein Anhänger und Aktivist der Französischen Revolution. Er schrieb Bücher, in denen er eine atheistische, materialistische, revolutionäre und amoralische Aufklärungs-Philosophie mit sadistischer Pornographie mischte.

Sein Leben entsprach seinen Schriften, weshalb er mehrmals verhaftet und verurteilt wurde. Nach dem Machtantritt Napoleons wurde der Missliebige 1801 in eine Irrenanstalt in Charenton verbracht, die er lebend nicht mehr verließ.

Marquis de Sade zeigt in seinen Werken in unzähligen Beispielen und Variationen die Macht des Bösen. Eine Befreiung oder Distanz zu dieser Welt des Bösen gibt es nicht.

Wer in dieser Welt lebt, muss das Böse tun und grausam sein. Alles Gute muss ausgemerzt werden, damit die wahre Natur der Welt, d.h. das Böse wiederhergestellt wird.

Botho Strauß zum 70. Geburtstag

Botho Strauß

Botho Strauß feiert seinen 70. Geburtstag, er wurde am 2. Dezember 1944 in Naumburg geboren. Strauß ist ein deutscher Schriftsteller und Dramatiker. Er gehört zu den erfolgreichsten und meistgespielten zeitgenössischen Dramatikern auf deutschen Bühnen.

Den großen Roman seiner Generation hat er nicht geschrieben, den ihm als junger Mann Marcel Reich-Ranicki voraussagte. Sonst aber hat Botho Strauß ziemlich alles erreicht. Er ist einer der wichtigsten Dramatiker der Gegenwart.

Er hat mit seinem Roman "Paare, Passanten" (1981) in die Literaturgeschichte geschrieben. Gehört neben Peter Handke und Volker Braun zu den wortmächtigsten deutschsprachigen Schriftstellern. Mit dem Georg-Büchner-Preis erhielt er 1989 den bedeutendsten deutschen Literaturpreis.

Mit Büchern wie "Die Nacht mit Alice, als Julia ums Haus schlich" (2003) oder "Die Unbeholfenen" (2007) – Texte, die die Grenze zur Philosophie überschreiten – hat er seinen Ruf als Prophet gefestigt, der nicht müde wird, Zivilisationskritik zu üben.

In seinem Buch "Herkunft", das wie auch das Gedankenbuch "Allein mit allen" jetzt zum Jubiläum erscheint, erinnert sich Strauß an die Jugend in Bad Ems.

Strauß hat sich immer getraut, gegen den Strom zu denken. Das hat ihm nicht selten Kritik eingebracht, wie 1993 nach der Publikation seines „Anschwellenden Bocksgesanges“. Mitunter neigt er zum Pathos, dann aber ist er wieder ganz modern.