Samstag, 17. September 2022

Methoden der Schriftsteller


Im Laufe der Literaturgeschichte hat jeder Schriftsteller so seine eigene Methode entwickelt, um seine Gedanken nachdrücklich zu Papier zu bringen.

Schiller und Dostojewski haben wie in fieberhaftem Wahn nächtelang die Idee im Kopf tragend durchgeschrieben, um ihre Dramen oder Romane abzufassen.

Balzac hat ebenfalls nur nachts geschrieben und sich dabei durch übermäßigen Kaffegenuß wachgehalten,
weil er tagsüber den Kinderlärm im Innenhof des Wohnhauses nicht ausgehalten hat und wegen des Lärms nicht schreiben konnte.

Bei manchen Schriftsteller war das Schreiben mit der Anzahl der verfasster Wörter verbunden. Der Abenteuerschriftsteller Jack London hat täglich 1.000 Worte verfasst.

Thomas Mann hat bei einem Romanwerk am Tag immer nur eine Seite geschrieben, weil er - typisch Preuße - einen streng geregelten Tagesablauf hatte, seinen repräsentativen Verpflichtungen als Repräsentant der deutschen Kultur nachging und sich am Abend viel Zeit für seine Tagebucheinträge nahm. Dort dürften es ein paar mehr gewesen sein.

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